Wie wettbewerbsfähig sind Unternehmen wirklich?



Wie wettbewerbsfähig sind Unternehmen wirklich?

Ambidextrie als Bemessungsgrundlage - Operationalisierung eines Reifegradmodells in Form eines Assessments



Was ist Ambidextrie?
Ambidextrie, auch Beidhändigkeit genannt, beschreibt die Fähigkeiten von Unternehmen, sowohl bestehende Geschäftsbereiche zu optimieren (Exploitation) und gleichzeitig neue Geschäftsfelder zu entwickeln (Exploration). Ambidextrie wird insbesondere im Kontext von zunehmender Digitalisierung als Schlüsselfähigkeit besonders erfolgreicher Unternehmen angesehen. Um eine vielfältige Betrachtungsweise einzunehmen, wird der Begriff der Ambidextrie in eine individuelle (Mitarbeitersicht) und organisationale (unternehmensweiter) Ebene aufgeteilt. Ambidextrie im organisationalen Kontext kann nur erfolgreich sein, wenn die Mitarbeiter über spezifische Fähigkeiten verfügen, die die Beidhändigkeit fördern.

Motivation und Ziele unseres Projekts
Ein bestehendes Reifegradmodell zur Messung von Ambidextrie wird mit Hilfe eines Fragebogens für den Einsatz im Unternehmen operationalisiert. Dadurch werden die Ausprägungsstufen der Exploitation und Exploration sichtbar gemacht. Aus den Auswertungsergebnissen können Defizite bei einzelnen Fähigkeiten, wie beispielsweise dem Digitalisierungsgrad, aufgedeckt werden. Ungleichgewichte zwischen der individuellen und organisationellen Ebene können so identifiziert werden. Daraus werden Handlungsempfehlungen abgeleitet, die dem Unternehmen helfen, diesen Balanceakt zu meistern. Das Assessment gibt Firmen die Möglichkeit, Wettbewerbsvorteile zu generieren und auszunutzen, sowie flexibler auf dynamische Entwicklungen am Markt reagieren zu können.

Umsetzung
Basierend auf dem Reifegradmodell arbeitete das Team konkrete Messpunkte zur Analyse der individuellen und organisationellen Fähigkeiten eines Unternehmens heraus.
Individuell - Das Ausprägungsniveau dieser Fähigkeiten wird anhand einer Mitarbeiterbefragung ermittelt.
Organisationell - Beantwortung des Assessments durch Führungsperson, da sie einen umfassenderen Überblick über Strukturen und Prozesse innerhalb des Unternehmens besitzt. Nach der Auswertung des Fragebogens erhält die Organisation Rückmeldung über die erreichte Ausprägung in Form eines Diagramms mit dazugehöriger Handlungsempfehlung.


  • Jahr:
  • Studierende: Stefanie Reissig, Oleksii Mishchenko, Philipp Mayr, Tim Nowak, Giuseppe Morena, Simon Hallermeier
  • Semester: semesterübergreifend
  • Studiengang: Wirtschaftsinformatik
  • Supervision: Prof. Dr. Björn Steven Häckel, Bastian Stahl
  • Tags: Beidhändigkeit, ambidexterity, ambidextrie